Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 1. Adventsonntag

Es ist schon eine ganze Weile her. Mehrere Jahre vor meinem Theologiestudium besuchte ich eine dreijährige pädagogische Lehranstalt. In dieser Zeit wohnte ich auch am Ausbildungsort. Es war eine einfache Studentenunterkunft in einer ehemaligen Mühle. Die Mühle war als solche nicht mehr in Betrieb. Der Besitzer bewirtschaftete sie jetzt als Gasthaus. Mit Hilfe der alten Mühle betrieb er allerdings einen eigenen Stromgenerator, der das gesamte Anwesen mit Strom versorgte – auch mein Zimmer. Besonders im Spätherbst kam es immer wieder vor, dass sich angeschwemmtes Laub vor dem Wasserzufluss des Generators ansammelte und diesen verstopfte. Dann wurde das Licht immer schwächer, um bald darauf ganz zu erlöschen. Wenn das Gasthaus Ruhetag hatte und der Herr Wirt nicht zu Hause war, war keine Aussicht auf Behebung des lichtlosen Zustandes.

Aber ich habe mit dieser Situation bald leben gelernt.

Bei Einbruch der Dämmerung brannte in meinem Zimmer immer eine Kerze. Sicherheitshalber sozusagen. Ein Stromausfall war zwar immer noch unangenehm, aber ich war nicht mehr hilflos.

Eine einzige Kerze half mir, mich zu orientieren. Und seltsam: Wenn ich längere Zeit beim Licht einer Kerze saß, nahm ich Dinge wahr, die ich sonst gar nicht bemerkt hätte.

Heute denke ich gerne an diese Zeit in der Mühle zurück. Diese eine Kerze hat nicht nur dem Raum, sondern merkwürdigerweise auch meiner Seele Licht geschenkt.

Eine einzige Kerze vertreibt die Dunkelheit und rückt vielleicht manches in meiner Umgebung zurecht, indem sie die Dinge in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.

Heute entzünden wir an unseren Adventkränzen die erste Kerze.

Ich möchte es heute einmal ganz bewusst so machen, wie damals in der Mühle. Allerdings warte ich dazu nicht auf einen Stromausfall. Ich werde versuchen, mir heute von dieser einen Kerze die Dinge in meinem Leben zurecht rücken zu lassen. So will ich mich einstimmen auf den Advent und versuchen, Jesus bei mir ankommen zu lassen.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

→  Zum Verzeichnis der Sonntagsworte...

 

„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

Pfarrblatt Advent

weiter...

Spallerhofer Tafel

weiter...

Gottes Schöpfung...

... in unserer Hand!
Unser Projekt TierLichtBlick weiter...

Speziell für unsere Kleinen ...

... sind die tierischen Bewohner, die in unserem Pfarrhaus für mehr Leben sorgen, online!
Arche Noah
weiter...

Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

Links

Viele interessante Linksweiter...