Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 12. Sonntag im Jahreskreis

Heute fragt Jesus im Evangelium: „Für wen halten mich die Leute?“. Er beginnt also mit einer harmlosen Meinungsumfrage. Da fällt wohl jedem etwas ein: Vorbild, Friedensstifter, Menschenfreund, Sozialreformer, Heiler. Selbst Muslime können mit Jesus als Propheten etwas anfangen und Juden halten ihn für einen großen Rabbi.

Dann aber wir Jesus persönlich: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ – Der routinierte Kirchenbesucher lässt sich dadurch freilich nicht beirren: Bruder, guter Hirte, Brot des Lebens, Licht der Welt, Herr, König, Erlöser, Heiland, Messias, Sohn Gottes. – „Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen.“ Warum? – Da offenbart sich endlich der Messias Gottes und dann darf man es nicht weitersagen?! Warum verbietet Jesus seinen Freunden darüber zu sprechen?

Sie kennen vielleicht folgende Parabel von Bert Brecht: „Was tun Sie“, wurde Herr K. gefragt, „wenn Sie einen Menschen lieben?“ – „Ich mache einen Entwurf von ihm“, sagte Herr K., „und sorge, dass er ihm ähnlich wird.“ „Wer? Der Entwurf?“ „Nein“, sagte Herr K., „Der Mensch.“

Bert Brecht bringt es auf den Punkt. In einer Beziehung sind wir immer wieder gefordert, zu überprüfen, wer oder was der andere für uns ist. Stimmt mein Bild vom anderen überhaupt? Die Gefahr ist groß, sein Gegenüber in eine Schablone zu pressen, aus ihm etwas zu machen, oder von ihr etwas zu erwarten, was er nicht ist und was sie nicht kann.

So war es schon zur Zeit Jesu: Viele erhofften sich einen kämpferischen Messias, der die verhassten Römer aus dem Land jagt. Jesus verbietet also, falsche Vorstellungen von ihm zu verbreiten. Und er sagt ihnen, was für eine andere Art Messias er ist: Einer, der keine Gewalt anwendet, einer, der sogar leiden und am Kreuz sterben wird.

Wer ist Jesus für uns heute? – Diese Frage dürfen und sollen wir uns auch immer wieder stellen. Es ist aber auch an uns, uns mit unseren Nächsten auseinanderzusetzen: Wer ist mein Partner, meine Frau, mein Freund für mich? Welches Bild habe ich von den Menschen, die mich umgeben? Lasse ich sie so sein, wie sie sind, oder versuche ich, sie irgendwie nach meinen Wünschen zu formen und zu verändern?

Pastoralassistent Michael Mitter

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land und besitzen kaum mehr als die Kleidung, die sie am Leib tragen.

In Linz angekommen werden sie in Zelten untergebracht – trotz Regen und Kälte. Es gibt für diese Menschen in unserer Stadt kein ordentliches Dach über dem Kopf, so scheint es.

Die Helferinnen und Helfer vor Ort sind am Limit ihrer Möglichkeiten und Kräfte. Die Lage ist desaströs.

Als Pfarrgemeinde wollen wir helfen, so gut es geht: Wir haben daher in unserem Pfarrheim vorübergehend Platz für 12 heimatlose Menschen geschaffen.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Liebe Spallerhoferinnen und Spallerhofer, ich bitte Sie vom Herzen, die uns für eine kurze Zeit anvertrauten Menschen wohlwollend in unserer Mitte aufzunehmen.

Ihr Pfarrer
Franz Zeiger

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Ein Konzert für und mit Menschen, die ihre Heimat verloren haben ist ab sofort erhältlich. Der Erlös dieser CD kommt zur Gänze schutzsuchenden Menschen zugute.

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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