Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 17. Sonntag im Jahreskreis

Die alten Römer hielten Gottheiten – zumindest im geschäftlichen Sinn – für berechenbar. Darum versuchten sie, die Angelegenheiten zwischen Göttern und Menschen auf Vertragsbasis zu regeln. Knapp und präzis wie all ihre Formeln für juristische Tatbestände war auch die Formel dieses irdisch-himmlische Tauschgeschäftes: „Do, ut des – Ich gebe dir, damit du mir gibst“.

Zwar hat sich Jesus mit größter Hingabe bemüht, uns den feinen Unterschied zwischen „Gebt, so wird euch gegeben werden““ und „Bittet, so wird euch gegeben werden“ beizubringen, doch geistert offensichtlich immer noch genügend kaufmännisches Denken in unserer christlichen Vorstellungswelt herum; denn wie käme es uns sonst immer wieder aufs Neue in den Sinn, Gott durch bestimmte Leistungen zu bestimmten Gegenleistungen zwingen zu wollen! Gott ist einer, der uns das, was er uns gibt, von sich aus – aus Liebe gibt. Und wären wir wirklich vollendete Krämerseelen, dann wäre uns schon längst aufgefallen, ein was für schlechtes Geschäft es wäre, darauf zu warten, dass Gott seine Gnade, die sich nicht zerteilen lässt, auf die Goldwaage legt und unseren Verdiensten entsprechend aufzuteilen beginnt.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land und besitzen kaum mehr als die Kleidung, die sie am Leib tragen.

In Linz angekommen werden sie in Zelten untergebracht – trotz Regen und Kälte. Es gibt für diese Menschen in unserer Stadt kein ordentliches Dach über dem Kopf, so scheint es.

Die Helferinnen und Helfer vor Ort sind am Limit ihrer Möglichkeiten und Kräfte. Die Lage ist desaströs.

Als Pfarrgemeinde wollen wir helfen, so gut es geht: Wir haben daher in unserem Pfarrheim vorübergehend Platz für 12 heimatlose Menschen geschaffen.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Liebe Spallerhoferinnen und Spallerhofer, ich bitte Sie vom Herzen, die uns für eine kurze Zeit anvertrauten Menschen wohlwollend in unserer Mitte aufzunehmen.

Ihr Pfarrer
Franz Zeiger

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Ein Konzert für und mit Menschen, die ihre Heimat verloren haben ist ab sofort erhältlich. Der Erlös dieser CD kommt zur Gänze schutzsuchenden Menschen zugute.

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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