Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 7. Sonntag im Jahreskreis

Von allen Texten der Bergpredigt haben die Worte Jesu von der Feindesliebe die entschiedenste Ablehnung, aber auch die leidenschaftlichste Zustimmung hervorgerufen. So begründete etwa der Philosoph Herbert Marcuse seinen Widerspruch so: „Der Hass gegen Ausbeutung und Unterdrückung ist ein humanes Element… Nichts ist entsetzlicher als der Auftrag: Liebe deine Feinde! In einer Welt, in der Hass durchaus institutionalisiert ist.“

Der Bürgerrechtler Martin Luther King wiederum brachte seine Begeisterung über die Worte Jesu mit den Worten zum Ausdruck: „Ich weiß kein intelligenteres Gebot als das der Feindesliebe, denn nur die Befolgung dieses Gebotes kann die unselige Spirale von Gewalt und Gegengewalt durchbrechen und Versöhnung zwischen Feinden bewirken." Immerhin hat Martin Luther King mit der auf dem Gebot der Feindesliebe gegründeten Strategie des gewaltlosen Widerstandes erfolgreich die Gleichberechtigung für die schwarzen Bürger in den USA erkämpft. Das Gebot der Feindesliebe darf darum nicht im Sinne einer "Duckmäuser-Ethik" missverstanden werden, nach der Menschen aus Feigheit und Ängstlichkeit dem Feind die Wange hinhalten, statt ihm trotzig die Stirn zu bieten. Im Gegenteil: Praktizierte Feindesliebe erfordert enorm viel Mut und Zivilcourage. Der unbedingte Wille, sich mit seinen Feinden zu versöhnen, schließt den Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit nicht aus, sondern erfordert diesen geradezu. Die Frage ist allerdings, mit welchen Waffen bzw. Methoden dieser Kampf geführt wird. Die Antwort kann nur heißen: Strikter Gewaltverzicht - und ein dafür umso entschlosseneres Rechnen mit der lebens- und gesellschaftsverändernden Macht der Liebe. Nur bei beherzter Feindesliebe, die den Kampf gegen Unrecht und Unterdrückung einschließt, geraten Fronten in Bewegung, wird Böses schließlich überwunden und werden aus Feinden versöhnte Partner. Die Feindesliebe, die Jesus von seinen Anhängern erwartet, ist also keine kriecherische, unterwürfige, sondern eine kämpferisch und zielstrebig auf Gerechtigkeit und Versöhnung hin arbeitende Liebe. Während unsere menschliche Logik meint, wir müssten Feinde besiegen, ausschalten oder vernichten, rechnet Jesu Logik mit der Möglichkeit der Verständigung und Versöhnung.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land und besitzen kaum mehr als die Kleidung, die sie am Leib tragen.

In Linz angekommen werden sie in Zelten untergebracht – trotz Regen und Kälte. Es gibt für diese Menschen in unserer Stadt kein ordentliches Dach über dem Kopf, so scheint es.

Die Helferinnen und Helfer vor Ort sind am Limit ihrer Möglichkeiten und Kräfte. Die Lage ist desaströs.

Als Pfarrgemeinde wollen wir helfen, so gut es geht: Wir haben daher in unserem Pfarrheim vorübergehend Platz für 12 heimatlose Menschen geschaffen.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Liebe Spallerhoferinnen und Spallerhofer, ich bitte Sie vom Herzen, die uns für eine kurze Zeit anvertrauten Menschen wohlwollend in unserer Mitte aufzunehmen.

Ihr Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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