Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 1. Adventsonntag

In diesen Adventstagen fasziniert uns immer wieder die Vorfreude der Kinder auf das große Fest mit seinen herrlichen Überraschungen. Wir Erwachsenen sind, was die Freude betrifft, eher zurückhaltend und skeptisch. Wir wissen aus leidvollen Erfahrungen von Enttäuschungen, Misserfolgen und Einsamkeiten, dass die Welt nicht immer freud-voll ist. Manch einem von uns kommt die Not seines Lebens gerade zu Weihnachten schmerzlich zu Bewusstsein. Der eine fragt: Wie soll ich mich freuen, wo ich der Arbeit nicht gewachsen bin bzw. wo ich doch als Erwerbsloser am Rand der Gesellschaft stehe? Ein anderer fragt: Wie soll ich mich freuen, wo Krankheiten und Todesfälle unsere Familie getroffen haben? So sperren sich viele von uns gegen die Freude und wollen sie nicht einlassen. Freude? Nicht für mich! Ist dann oft die Antwort. So geht die weihnachtliche Freude wie einst Maria und Joseph von Haus zu Haus und findet viele verschlossene Türen.

Auch wir Christinnen und Christen scheuen uns nicht selten, uns der Freude ganz zu öffnen, so als täten wir damit etwas Gefährliches oder Unschickliches und müssten am Ende gar dafür bestraft werden. Gerade wegen all dem, was in der Welt schief läuft, sendet Gott seinen Sohn in unsere Welt. Deshalb feiern wir Weihnachten und die Zeit der Vorbereitung darauf, den Advent, der mit diesem Sonntag beginnt. Niemand soll diese Freude aussperren, denn mit ihr würde er ja Gott selbst aussperren. In der Kathedrale von Reims gibt es den lachenden Engel:

Mit ihm lade ich euch ein, bitte ich euch: Lasst euch auf die adventliche und weihnachtliche Freude ein, sucht sie in eurem Leben, eurem Umfeld und lasst euch anstecken von der Erwartung, die uns die Kinder so toll vorleben.

Euch allen einen schönen, einen freud-vollen Advent!

Pfarrassistent Franz Pamminger

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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