Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum Weißen Sonntag

heute hören wir im Evangelium vom Apostel Thomas, vom von uns oft so genannten „ungläubigen Thomas“. Ich finde ihn irgendwie sympathisch. Er ist für mich eine Art „Urbild“ von uns modernen Menschen, der zunächst einmal überprüfen möchte, was ihm die anderen erzählen, bevor er es selbst weitererzählt. Thomas will Sicherheit haben, bevor er zu den Menschen hinausgeht. Ich finde das vollkommen in Ordnung!

Wie oft erzählen wir Gerüchte und Geschichten weiter, ohne auch nur zu hinterfragen, ob diese wahr sein können oder nicht. Oft ertappe ich mich auch selbst dabei und möchte mir noch im Wort auf die Lippen beißen.

Ich weiß nicht, ob der Hl. Apostel Thomas die „Geschichte von den drei Sieben“ gekannt hat. Ich möchte Sie Ihnen jedenfalls heute erzählen: Zum weisen Philosophen Sokrates kam einer gelaufen und sagte: „Höre Sokrates, das muss ich dir erzählen!“ „Halte ein!“ – unterbrach ihn der Weise, „Hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?“ „Drei Siebe?“, fragte der andere voller Verwunderung. „Ja, guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht: Das erste ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“ „Nein, ich hörte es erzählen und ...“ „So, so! Aber sicher hast du es im zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst gut?“ Zögernd sagte der andere: „Nein, im Gegenteil ...“ „Hm ...“, unterbracht ihn der Weise, „So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden. Ist es notwendig, dass du mir das erzählst?“ „Notwendig nun gerade nicht ...“ „Also“, sagte lächelnd der Weise, „wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit.“

Nun: Das, was die Jünger zu Ostern erlebt haben, ist wahr und gut und es ist absolut notwendig, dass wir es jeden Tag weitererzählen. Es soll jedoch kein blinder Glauben sein, der uns dabei anleitet. Wie Thomas dürfen auch wir manchmal zweifeln und unseren Glauben hinterfragen. Und ich hoffe, dass dann daraus kräftiger als zuvor ein „Ich glaube!“ hervorgeht.

Pastoralassistent Michael Mitter

 

→  Zum Verzeichnis der Sonntagsworte...

 

„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

Demnächst!

Top-Highlights für Groß und Klein im Jahr 2017. weiter...

Buch: Leb wohl, Mutter!

Das neue Buch von Pfarrer Franz Zeiger

hier bestellen!

Pressespiegel

Aktuelles aus unserer Pfarre in den Medien. weiter...

Gottes Schöpfung...

... in unserer Hand!
Unser Projekt TierLichtBlick weiter...

Speziell für unsere Kleinen ...

... sind die tierischen Bewohner, die in unserem Pfarrhaus für mehr Leben sorgen, online!
Arche Noah
weiter...

Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

Links

Viele interessante Linksweiter...