Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 33. Sonntag im Jahreskreis

Ohne Zukunft kann der Mensch nicht leben. Unser Leben kann nur gelingen, wenn es von einer Hoffnung getragen ist, für die es zu leben lohnt – das ist die Quintessenz des heutigen Sonntagsevangeliums.

Dabei geht es keineswegs um ein Vertrösten auf das Jenseits, um ein Ablenken oder Zudecken der Fragen und Probleme der Gegenwart. Es soll uns hellhörig machen und unseren Blick vom Augenblick lösen und auf das Morgen richten.

Der Mensch ist ja nicht hoffnungslos in die Vergangenheit verstrickt oder unabänderlich im Jetzt gefangen. Er darf vorwärts schauen. Er ist ein Mensch der Zukunft. Er will wissen, was auf ihn zukommt, auf ihn persönlich, aber auch auf die Welt als Ganzes. Das Evangelium spricht vom Tosen der Elemente, von Grauen und Angst, vom Weltuntergang. Der Evangelist spricht in Bildern, die schon für so manche Weltuntergangsprophezeiungen und angstmachende Predigten herhalten mussten. Tatsächlich - unsere Welt strotzt von Schrecknissen. Grauen und Angst werden uns täglich via Fernsehen, Radio und Zeitung frei Haus geliefert. Manche sagen daher: Ja, es ist soweit. Doch in Wahrheit weiß niemand, ob das Maß voll ist oder nicht. Aber ist diese Frage überhaupt so wichtig? Geht es nicht um etwas Anderes, etwas Größeres und Frohmachendes? „Der Menschensohn wird kommen in Macht und Herrlichkeit.“ Das ist die tragende Verheißung: Nicht Chaos, Verzweiflung und Dunkel sind das Ziel unseres Lebens. Ziel unseres Lebens ist der Herr, die Gemeinschaft mit ihm. Von ihm wissen wir, dass Kranke heilte, Trauernde tröstete, Gefallene aufrichtete und ihnen Mut zum Neubeginn machte. Er ist gekommen, auch uns aufzurichten und einzuladen zum großen und ewigen Fest gemeinsam mit ihm. Und er wird wiederkommen, um Recht zu sprechen und um das Begonnene zu vollenden. Diese Ankündigung darf uns mit Freude erfüllen. Denn alles wird neu werden, klar und hell. Unser ehrliches Mühen und jeder Neubeginn wird in die Vollendung übergehen. Das Evangelium will uns nicht in Angst und Schrecken versetzen. Es ist nichts anderes, als ein Auftrag, die Welt zu verändern. Es fordert unseren Einsatz für das Gelingen unseres Lebens und der ganzen Schöpfung.

Christsein in seiner tiefsten Bedeutung ist Lebensgestaltung aus dem Glauben. Und das heißt: offen sein für Gott und die Welt, sich tatkräftig einsetzen für die Sache der Notleidenden und Entrechteten, der Randgruppen, der Flüchtlinge, der Schwachen und Kranken. Und es bedeutet weiter, all diese Menschen auch in unsere betenden Hände, in unser Sprechen mit dem Vater mit hinein zu nehmen.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

Nikolausfeier

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Firmung 2019

Einladung Firmung 2019

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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