Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum Fest der Taufe des Herrn

„Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“, sagt Johannes der Täufer im heutigen Sonntagsevangelium über Jesus.

Sünde der Welt? Was ist das? Was geht mich das an? Habe ich etwa Anteil daran?

Hand auf‘s Herz: wir tun uns nicht wirklich leicht mit dem Begriff Sünde?

Ist es denn in der heutigen Zeit wirklich noch angebracht, diesen Begriff zu verwenden?

Was bedeuten „Sünde“?

Bekanntlich hat dieses Wort seine Wurzel in „absondern“ oder „aussondern“. Durch ein bestimmtes Verhalten oder Nicht-Verhalten sondere ich mich ab. Von meinen Mitmenschen oder auch von Gott. Ich sondere mich aus der Gemeinschaft aus.

Von Lothar Zenetti, dem bekannten Theologen und Schriftsteller, stammt ein Text, der uns an diesem Sonntag zum Nachdenken anregen möchte:

Jesus, du kommst, die Sünder zu retten.
Findest du welche? Ich möchte wetten,
du findest keine, so ist das heute.
Es gibt einfach niemand, der etwas bereute
und sich als Sünder betrachten wollte,
der Rettung bedürftig, der Gnade. Sollte
jedoch unter all diesen braven und netten
Leuten wirklich ein Sünder sein, retten
lässt sich so ohne Weiteres keiner.

Was siehst du mich an, bin ich etwa einer,
ein Sünder? O Herr, erbarme dich meiner!

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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