Das Wort zum Sonntag – 5. Sonntag im Jahreskreis

Liebe Pfarrgemeinde!

Ja, nun ist (endlich) die Entscheidung gefallen. Bischof Scheuer hat am Montag in einer Online-Pressekonferenz sein Ja für den Zukunftsweg in der Diözese Linz gesagt. Ganz klar gesagt: „Ja, wir gehen das an! Wir gehen gemeinsam! Wir machen das!“ - Ich zitiere aus seinem Statement vom Montag:

„Wir leben in sehr unübersichtlichen Zeiten. … Es ist ein Ringen um eine Kirche, die nahe beim Menschen ist und die gleichzeitig aus der Tiefe ihrer Glaubensüber-zeugung lebt und den Blick weitet auf die Herausforderungen unserer Zeit! … Ich bin davon überzeugt, dass dieser Reformprozess Bewegung bringen wird eine heilsame, aber auch eine schmerzliche Bewegung – denn Bewegung führt zu Begegnung. … Jede Veränderung ist auch mit Ängsten und mit Fragen verbunden. Es ist mir wichtig, dass wir mit dem Reformprozess nichts „überstülpen“ – es soll vielmehr etwas gehoben werden, was längst da ist: nämlich die Sehnsucht nach einer Kirche, die nahe beim Menschen ist, nach einer Kirche, die nicht um sich selber kreist. Es geht auch nicht primär und ausschließlich um Strukturen, es soll sich ja in den Strukturen Leben entfalten. So ist es von den Quellen unseres Glaubens, auch von der Tradition her, geboten: diese Sehnsucht nach Leben, nach Glauben, nach Miteinander, das in tragfähigen Strukturen möglich ist, die tragen viele von uns in sich. Mit dem konkreten Glaubenszeugnis von euch prägt ihr, gestaltet ihr, erfüllt ihr tagtäglich die Kirche aus dieser Sehnsucht heraus. Ich möchte ein ganz großes Danke, ein Vergelts Gott sagen für dieses Herzblut, für dieses Engagement, für das Leben aus der Tiefe des Glaubens an Jesus und seine Botschaft. Der Weg in die Zukunft ist nur gemeinsam möglich und ich bitte sehr um euer Mit-gehen! Nicht alles wird von heute auf morgen anders werden und nicht alles wird von heute auf morgen besser werden, aber es sind Schritte in die richtige Richtung – davon bin ich überzeugt! Das Schlimmste wäre, würden wir nichts tun und alles so dahinlaufen lassen. Und es gibt auch nicht die Entscheidung, die hundertprozentig alles berücksichtigt. Wir sind in unübersichtlichen Zeiten. Nichts zu tun, das wäre der schleichende Verlust an Lebendigkeit. Das wäre vielleicht ein Flickwerk, das sich irgendwann, vermutlich sehr bald nicht mehr flicken lässt. Wir brauchen uns als Kirche nicht neu erfinden, aber wir haben auf die Herausforderungen, die Veränderungen der Zeit zu reagieren, damit Kirche vor Ort erlebbar bleibt. Ich hoffe sehr, dass spürbar ist und auch sein wird, dass wir Christinnen und Christen zusammen - zueinander - gehören, im Gebet, im Feiern, im Gespräch, in der Sorge für Schwache und Kranke, im sozialen Einsatz für Menschen in Not. Ich bin zuversichtlich, dass es zum Guten sein wird und nicht zum Schlechten. Das, was lebt, das soll weiter leben, das soll bestärkt werden. … Ich bitte euch und lade euch ein: Gehen wir´s gemeinsam an, gehen wir gemeinsam im Vertrauen auf Gott.“

Ich persönlich denke, es macht Sinn, mit-zugehen, sich darauf einzulassen. Darum bitte ich euch

Franz Pamminger