Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 15. Sonntag im Jahreskreis

Wer schon einmal eine Dollarnote näher betrachtet hat, der kann auf der Rückseite ein echtes Glaubensbekenntnis entdecken. "In god we trust" steht dort zu lesen, also "Wir vertrauen auf Gott." Eigentlich eine gute Sache, wenn sogar auf einem Geldschein eine christliche Botschaft vermittelt werden soll. Die wenigsten Menschen, die einen solchen Dollar ausgeben, werden dies jedoch überhaupt noch beachten.

Interessant finde ich diese Tatsache jedoch gerade im Hinblick auf den Evangeliumstext. Dort empfiehlt Jesus seinen Jüngern nichts auf ihre Missionsreise mitzunehmen, was ihnen über den Augenblick hinaus Sicherheit geben könnte. Keine Verpflegung, kein Gepäck, keine Kleidung zum Wechseln und eben auch kein Geld. Sie sollen in einer nach außen hin sichtbaren einfachen Weise unterwegs sein, ohne irgendwelche Bequemlichkeiten, ohne Absicherung oder Vorkehrungen. Man soll ihnen ihre Einfachheit, ihre Armseligkeit und dadurch auch ihre Sorglosigkeit ansehen. Allein durch dieses Auftreten bei den Menschen sagen sie ohne Worte: "Wir vertrauen auf Gott".

Und schließlich reisen die Jünger nicht allein. Jeder hat einen neben sich, der ihm beistehen kann, der etwas bezeugen kann, der Gemeinschaft spüren lässt. Sie sollen, ebenso wenig wie wir heute, Einzelkämpfer im Alleingang sein.

Die Art und Weise Jesu, die Jünger zu zweit auszusenden, findet sich auch bei Franz von Assisi wieder, der einmal schreibt: "Zieht aus, geliebte Brüder, zwei und zwei und verkündet den Menschen den Frieden und die Buße zur Vergebung der Sünden."

Irgendwie kommt mir dabei spontan die Zweier-Reihe meiner Volksschulzeit in den Sinn.

Vielleicht kann uns das Evangelium heute dazu anregen: in einer kindlichen Art und Weise wieder neu Vertrauen zu lernen. "Wir vertrauen auf Gott" zu sagen durch unser Leben, nicht durch finanzielle Sicherheiten oder andere Vorkehrungen, uns freizumachen von materiellen Sorgen und Zweifeln und dadurch auf unsere Mitmenschen heilend und befreiend zu wirken.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

Spallerhofer Tafel

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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